Stadt Reutlingen

Stadt Reutlingen

61 Amt für Stadtentwicklung und Vermessung

Gz.: gö/ts

11/018/01

30.03.2011

Beratungsfolge

Datum

Behandlungszweck/-art

Ergebnis

BVUA

14.04.2011

Kenntnisnahme

öffentlich

 

 

Mitteilungsvorlage

Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes,

Aktueller Sachstand 04/2011 - Denkmodelle/Szenarien

 

Bezugsdrucksache

11/005/07; 10/018/02; 10/018/01; 09/018/02; 09/018/01

 

 

Sachverhalt

 

Kurzfassung

 

Beim Verkehrsentwicklungsplans (VEP) wurde mit dem nächsten Bearbeitungsschritt begonnen: Die Erstellung der Szenarien. Als Grundlage wird der Prognose-Basisfall mit Berücksichtigung des Scheibengipfeltunnels sowie zwei Denkmodelle für die weitere verkehrliche Entwicklung in Reutlingen erarbeitet.

 

Diese Denkmodelle werden im weiteren zu Szenarien ausformuliert. Szenarien sind Zukunftsbilder von denkbaren Entwicklungen unter verschiedenen angenommenen Voraussetzungen. Es wird also das „Was-wäre-wenn“ unter verschiedenen Vorzeichen durchgespielt.  Mittels der erarbeiteten verkehrlichen Planungsziele werden die Szenarien auf ihre Wirkung geprüft werden. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage für das Konsens-Szenario.

 

Die Planungsziele und Denkmodelle werden von der beauftragten Ingenieurgemeinschaft vorgestellt.

 

 

Sachverhalt

 

1. Sachstand Verkehrsentwicklungsplan

 

Die Verkehrserhebung und Bestandsanalyse im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplans wurde im Sommer 2010 abgeschlossen. Die Ist-Situation wurde hinsichtlich Stärken und Schwächen bewertet (GR-DS 10/018/02).

 

Im aktuellen Bearbeitungsschritt werden zwei strategisch unterschiedliche Denkmodelle aufgezeigt, die im nächsten Bearbeitungsschritt in Szenarien mit schlüssigen Maßnahmenbündeln ausformuliert werden. Es ist beabsichtigt zwei grundsätzlich verschiedene Szenarien gegenüberzustellen, deren Entwicklung jeweils einen „Gegenpol“ einer denkbaren Entwicklung transparent darstellt. Folgende Szenarien werden erstellt:

 

 

Anhand dieser Szenarien wird aufgezeigt, wie eine unterschiedliche Ausrichtung der Verkehrssysteme das Verkehrsgeschehen beeinflusst.

 

Es wird z.B. das Spannungsfeld zwischen den Forderungen nach Mobilität als Grundlage lebendiger und lebenswerter Städte und als Basis der Wirtschaftskraft und andererseits die Umwelt vor negativen Folgen der individuellen Motorisierung zu schützen dargestellt. Ziele wie die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des Straßennetzes und Sicherstellung der Kfz-Erreichbarkeit müssen Berücksichtigung finden. Zum Anderen erhalten städtebauliche Qualitäten, Ansprüche an die stadtgestalterische Integration von Verkehrsanlagen, Ansprüche von Radfahrern, Fußgängern und ÖPNV, die Aufenthaltsqualität und der nachhaltige Schutz des Wohnumfeldes immer stärkere Bedeutung. Im Rahmen der Zielableitung wird auch der Antrag der Fraktion Die Grünen und Unabhängigen vom 08. März 2011 (GR-DS 11/005/07) aufgegriffen (dazu Anlage 1: Kapitel A  3. Nr. 4).

 

Die Wirkungsanalyse der Szenarien soll beitragen, Lösungen für den aufgezeigten Zielkonflikt zu finden. Bei der Wirkungsanalyse werden verkehrliche Wirkungen, Umweltwirkungen und Kosten untersucht und miteinander verglichen. Über die Ergebnisse wird das Gremium wieder informiert.

 

Die gewonnen Erkenntnisse dienen dann als Grundlage für das Konsens-Szenario. Dieses dient wiederum als Grundlage für die anschließenden integrierten Handlungskonzepte welche abschließend in einem konkreten Maßnahmen- und Programmpaket münden.

 

2.   Öffentlichkeitsbeteiligung

 

Mobilitätsforum

 

Am 01. April 2011 fand das 3. Mobilitätsforum statt. In seiner beratenden Funktion kann das Forum mit Vor-Ort-Sachverstand die Planer der Ingenieursgemeinschaft bei der Erstellung der Szenarien unterstützen.

 

Bürgerinformation

 

Nach Abschluss der Wirkungsanalyse der Szenarien wird der 1. Bürgerinformationstermin zum VEP durchgeführt. Im Rahmen der Veranstaltung sollen die Bürger über die Bestandsdaten und die Bewertung der Analyse informiert werden. Die Bürger haben die Möglichkeit, ihre Anregungen und Hinweise zu den erarbeiteten Szenarien einzubringen. Dies stellt eine weitere Grundlage für die Erarbeitung des Konsens-Szenarios dar. Über die Erkenntnisse wird anschließend im Gremium berichtet.

 

gez. 

 

Ulrike Hotz

Erste Bürgermeisterin

 

 

Anlagen:

Verkehrsentwicklungsplan Reutlingen – Ziele und Denkmodelle/Szenarien (Anlage 1)

Verkehrsentwicklungsplan Reutlingen – Übersicht über das weitere Vorgehen (Anlage 2)

 

 

 

 

 

 

 


Anlagen: