Vorlagenummer

Stadt Reutlingen

23 Amt für Wirtschaft und Immobilien

Gz.: sch/sto

11/001/03

02.05.2011

Beratungsfolge

Datum

Behandlungszweck/-art

Ergebnis

FiA

GR

24.05.2011

31.05.2011

Vorberatung

Entscheidung

nichtöffentlich

öffentlich

 

 

Beschlussvorlage

Veräußerung des Areals Hofstattstraße 24 in Reutlingen  

 

Bezugsdrucksache

 

 

 

Beschlussvorschlag

 

1.   Die Stadt Reutlingen veräußert an die Firma Akabus Real Estate V GmbH & Co. KG, Stuttgart, die Grundstücke der Gemarkung und Flur Reutlingen

 

      -    Flst. 154    Hofstattstraße 24, Gebäude- und Freifläche                  1.381 m²

 

      -    Flst. 167/1 Glaserstraße, Gebäude- und Freifläche                              39 m².

 

2.   Der Kaufpreis beträgt 750.000,00 €.

 

3.   Die Kaufkosten trägt der Erwerber.

 

4.   Der Erwerber wird vertraglich verpflichtet, das Areal Hofstattstraße 24 unter Berücksichtigung der Vorgaben des Denkmalschutzes und des Altstadtrahmenplans innerhalb von 2 Jahren zu sanieren und zu modernisieren.

 

5.   Im Übrigen gelten die üblichen Vertragsbestimmungen.

  

 

Finanzielle Auswirkungen

 

HHJ

HHST

Betrag in €

über-/

außerplanm.

Auswirkung

Erläuterung

2011

2.8810.3400.000-0001

750.000,00

 

 

 

 

Deckungsvorschlag

 

HHJ

HHST

Betrag in €

Auswirkung

Erläuterung

 

 

  

  

 

 

Begründung

 

Das Anwesen Hofstattstraße 24, dessen Ursprünge bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen, liegt im Sanierungsgebiet Altstadt und ist im Altstadtrahmenplan als stadtbildprägendes, historisches Areal gekennzeichnet und daher unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes zu erhalten.


 

Das Wohngebäude steht unter Denkmalschutz (Kulturdenkmal). Auf Veranlassung des Denkmalschutzes wird derzeit untersucht, ob auch die ehemalige Scheune und das Gebäude an der Pfäfflinshofstraße als Kulturdenkmal einzustufen sind.

 

Für städtische Belange ist eine Sanierung wirtschaftlich nicht vertretbar, zumal für öffentliche Zwecke kein Bedarf besteht. Das Areal kann deshalb verkauft werden.

 

Das Anwesen wurde am 30. Oktober 2010 im Reutlinger General-Anzeiger und den Reutlinger Nachrichten gegen Gebot und Vorlage eines Sanierungs- und Nutzungskonzepts und Nach-weises entsprechender Referenzobjekte ausgeschrieben. Von den 11 Interessenten gab nur die Firma Akabus Real Estate V GmbH & Co. KG ein Kaufangebot mit einer Projektstudie ab.

 

Die Projektstudie sieht die Sanierung unter weitestgehendem Erhalt der bestehenden Gebäude überwiegend für eine Wohnnutzung vor. Lediglich ein Teil der Shedhalle und die Rückseite der ehemaligen Scheune, die in der Projektstudie mit Haus Nr. 3 bezeichnet ist, werden abgebrochen, um Freiraum und eine gute Belichtung für die neu entstehenden Wohneinheiten zu schaffen.

 

In Anbetracht des Denkmalschutzes und der baulichen und finanziellen Risiken bei der Bestandssanierung wird der gebotene Kaufpreis von 750.000,00 € als angemessen erachtet.

 

Die Firma Akabus Real Estate V GmbH & Co. KG hat sich auf die Modernisierung und Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden und Gebäuden in Sanierungsgebieten spezialisiert. In den
letzten Jahren sanierte sie mehr als 40 Gebäude in Zentrumslagen von Leipzig. Seit der Sanierung der Gebäude Metzgerstraße 56 und Aulberstraße 1 richtet die Firma Akabus Real Estate V
GmbH & Co. KG ihre Aktivitäten zunehmend auf Reutlingen. Derzeit modernisiert sie die Gebäude Nürtingerhofstraße 13 und 17. Darüber hinaus sind im Quartier Nürtingerhofstraße/Lindenstraße weitere Sanierungsmaßnahmen geplant und teils auch schon begonnen (Nürtingerhofstraße 12/1 und 21, Kanzleistraße 53 sowie Lindenstraße 10 und 30/32).

 

Aufgrund des Nutzungskonzepts, der Referenzobjekte, der Kompetenz und Leistungsfähigkeit bei der Sanierung denkmalgeschützter Immobilien und des gebotenen Kaufpreises von 750.000,00 € ist die Firma Akabus Real Estate V GmbH & Co. KG der geeignete Investor für das Projekt Hofstattstraße 24. Die mit dem Verkauf der Immobilie verbundene Modernisierung und Instandsetzung ist ein wichtiger Beitrag für die städtebauliche Erneuerung des Quartiers Hofstatt in der Altstadt. Zugleich trägt diese Maßnahme auch zu einer Aufwertung des Umfelds der neuen Stadthalle bei.

 

Der Investor wird vertraglich verpflichtet, das Areal auf der Grundlage der vorgelegten Projektstudie in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt und den Vorgaben des Altstadt-rahmenplans innerhalb von 2 Jahren denkmalgerecht zu sanieren. Die Einzelheiten hierzu
werden im Kaufvertrag geregelt.

 

 

 

 

gez.

 

Dr. Christoph-Michael Pfefferle

 

Anlage

Lageplan

Projektstudie

  


Anlagen: