Vorlagenummer

Stadt Reutlingen

51 Amt für Schulen Jugend u. Sport, 51 Amt für Schulen Jugend u. Sport

Gz.: we/Sc

12/016/07

29.06.2012

Beratungsfolge

Datum

Behandlungszweck/-art

Ergebnis

JGR

VKSA

FiA

GR

-

10.07.2012

12.07.2012

19.07.2012

Vorberatung

Vorberatung

Vorberatung

Entscheidung

öffentlich

nichtöffentlich

nichtöffentlich

öffentlich

 

 

Beschlussvorlage

Schulische Abschlussveranstaltungen in der neuen Stadthalle

 

Bezugsdrucksache

12/050/01

 

 

Beschlussvorschlag

 

1.      Abibälle der Gymnasien und Abschlussfeiern der Realschulen aus Reutlingen können künftig in der neuen Stadthalle stattfinden.

 

2.      Bei der Anmietung der neuen Stadthalle nach Ziffer 1 durch die Fördervereine der jeweiligen Schulen in städtischer Trägerschaft werden zusätzlich zur Grundmiete/Basispaket „Abiball“ 50 % der pauschalierten Veranstaltungsnebenkosten von 2.000 € netto gefördert.

 

Bei der Anmietung der neuen Stadthalle durch Schulen anderer Schulträger aus Reutlingen, die bisher die Listhalle genutzt haben, wird das Basispaket „Abiball“ gefördert.

 

3.      Im Doppelhaushalt 2013/2014 wird beim Amt für Schulen, Jugend und Sport ein entsprechendes Budget eingerichtet.

 

 

Finanzielle Auswirkungen

 

HHJ

HHST

Betrag in €

über-/

außerplanm.

Auswirkung

Erläuterung

lfd. ab 2013 

 

 

2013 

 

 

2013 

 

1.2200.6790.050 

 

 

1.2300.6790.050 

 

 

1.2910.6790.050 

 

12.000,00 

 

 

24.000,00 

 

 

15.000,00 

 

Planmäßiger Ansatz 

 

Planmäßiger Ansatz 

 

Planmäßiger Ansatz 

 

 

 

 

 

 

 

Ab Doppelhaushalt

2013/2014

 

Ab Doppelhaushalt

2013/2014

 

Ab Doppelhaushalt

2013/2014

 

Deckungsvorschlag

 

HHJ

HHST

Betrag in €

Auswirkung

Erläuterung

 

 

  

 

 

 

Begründung

 

Die Jahrgangsabschlussveranstaltungen der Reutlinger Gymnasien (Abibälle) und der Realschulen fanden bisher ohne Kostenersatz in der Friedrich-List-Halle statt. Einzige Ausnahme bildeten die beiden Schulen im BZN, denen die Wittum-Halle zur Verfügung gestellt wird.

 

Die Friedrich-List-Halle wird seit 2009 auch Reutlinger Schulen, die nicht in städtischer Trägerschaft  stehen für Abschlussveranstaltungen kostenlos überlassen.

 

Durch die Inbetriebnahme der neuen Stadthalle ab 2013 sind für diese Veranstaltungen ebenfalls neue Regelungen zu treffen, wie sie mit GR-Drucksache Nr. 12/050/01 für die städtischen Vereine bei Inanspruchnahme des sogenannten Wahlrechts getroffen wurden.

 

Voll gefördert werden soll die Grundmiete/Basispaket „Abibälle“. Weil die Anforderungen von Abschlussveranstaltungen – insbesondere den Abibällen – mit klassischen Jubiläumsfeierlichkeiten von Vereinen nicht vergleichbar sind, wurde das Basispaket für schulische Abschlussveranstaltungen von der Stadthallen GmbH separat kalkuliert. In ihm enthalten sind Leistungen wie Bankettbestuhlung, Klimatechnik, Belüftung, Grundbeleuchtung, Grundreinigung, Tanzboden und Empore. Damit ist das Basispaket mit den Leistungen vergleichbar, die die Abschlussbälle in der Friedrich-List-Halle zur Verfügung gestellt bekommen haben.

 

Dieses für schulische Veranstaltungen kalkulierte Basispaket in Höhe von 5.000 € netto (vgl. Anlage) kann zu diesem Preis von der Stadthallen GmbH nur angeboten werden, weil gleichzeitig ein „Gesamt-Abiball-Paket“ an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden jeden Jahres vereinbart wurde. Das bedeutet, dass von Freitag des Abiturzeugnisausgabe-Termins einer Woche bis Sonntag der darauf folgenden Woche jeweils Ende Juni/Anfang Juli sämtliche Aufbauten belassen werden und damit aufwändige Auf- und Abbauarbeiten entfallen können. Bei dieser Vorgehensweise müssen sich die vier Schulen in städtischer Trägerschaft hinsichtlich der jeweiligen Termine absprechen und ggf. abwechseln. Gleiches gilt für die beiden Realschulen an einem Wochenende Ende Juli jeden Jahres.

 

Auch die Nebenkosten wurden separat kalkuliert. Mit der Stadthalle Reutlingen GmbH konnte eine pauschale Nebenkostenvereinbarung getroffen werden. Die Nebenkostenpauschale beträgt 2.000 € netto je Veranstaltung. Die Verwaltung schlägt vor, die neue Stadthalle nicht, wie die Friedrich-List-Halle, völlig kostenlos zu überlassen, sondern - analog zu den Vereinsregelungen – einen Eigenanteil an den Nebenkosten zu erheben. Beim vorgeschlagenen Zuschuss von 50 % zu dieser Nebenkostenpauschale, entsteht für die jeweiligen Abschlussklassen noch eine Eigenbeteiligung von 1.190 €. Bei Teilnehmerzahlen von 400 - 500 je Veranstaltung würde dies einen Aufschlag auf die Eintrittskarte von 2,40 € - 3,00 € pro Person bedeuten. Die Verwaltung hält dies für angemessen und zumutbar, wie auch der aktuelle Jahrgang 2012 zeigt. Die Doppelabiturjahrgänge mussten Veranstaltungsräumlichkeiten außerhalb Reutlingens zu teilweise weit höheren Konditionen buchen und dieses durch entsprechende Umlagen finanzieren. Eine Eigenbeteiligung halten wir auch aus Gründen der Selbstbeschränkung für notwendig und richtig. Aber auch vor dem Hintergrund des hohen qualitativen Rahmens, den die neue Stadthalle für solche Veranstaltungen bietet, ist ein Eigenanteil gerechtfertigt.

 

Die Schulleitungen haben ihre Zustimmung zu diesem Vorgehen signalisiert.

 

Die Anmietung der neuen Stadthalle erfolgt über die jeweiligen Fördervereine der Schulen. Schulleitungen und die beteiligten Fördervereine sind mit diesem Vorgehen einverstanden.

 

Seit 2007 sind – nach einem Antrag des Jugendgemeinderats zum Doppelhaushalt 2007/2008 – auch Schulen in nicht städtischer Trägerschaft in den Genuss der kostenlosen Überlassung der Friedrich-List-Halle gekommen. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, auch bei den Schulen die Grundmiete/Basispaket „Abibälle“ bei Anmietung der neuen Stadthalle zu fördern, die die Listhalle bisher genutzt haben. Bei den pauschalierten Nebenkosten jedoch kann es zu keiner Bezuschussung kommen, weil die Stadt nicht Trägerin der jeweiligen Schulen ist. Die Schulen in nicht städtischer Trägerschaft sollten hinsichtlich der Unterstützung der Nebenkosten an ihren Schulträger verwiesen werden.

 

Für die insgesamt vier Gymnasien und zwei Realschulen, die ihre Abschlussveranstaltungen künftig in der neuen Stadthalle durchführen, sowie die (bisher) 3 Schulen in nicht städtischer Trägerschaft sind im Budget des Amtes für Schulen, Jugend und Sport die entsprechenden Mittel bereit zu stellen. Bei einer Grundmiete/Basispaket von 5.000 € und einem Zuschussanteil von 1.000 € je netto zu den pauschalierten Nebenkosten entsteht ein Finanzierungsbedarf von insgesamt 51.000 €. Diese sind ab dem Doppelhaushalt 2013/2014 als planmäßige Mittel in den Haushalt einzustellen.

 

Für sonstige schulische Veranstaltungen, die bisher in der Listhalle stattfanden und bei denen kein Eintritt erhoben wird, wie z. B. Einschulungen (Kepler- und List-Gymnasium, Beger-, Eichendorff- und Hesse-Schule), der Kepi-Soirée oder Schulkonzerten und -musicals ist ebenfalls ein Budget beim Amt für Schulen, Jugend und Sport einzurichten.

 

 

gez.

 

Robert Hahn

Bürgermeister

 

 

 

Anlage

 

 

 

 


Anlagen:

20120618_SHR Abiballpaket ab 2013.pdf